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1726–1777

Das Clavier .

Justus Friedrich Wilhelm Zachariä

Du Echo meiner Klagen, Mein treues Saitenspiel, Nun kömmt nach trüben Tagen Die Nacht, der Sorgen Ziel.

Gehorcht mir, sanfte Saiten, Und helft mein Leid bestreiten — Doch nein, laßt mir mein Leid, Und meine Zärtlichkeit.

Wenn ich untröstbar scheine, Lieb ich doch meinen Schmerz; Und wenn ich einsam weine, Weint doch ein liebend Herz.

Die Zeit nur ist verlohren, Die ich mit goldnen Thoren, Bey Spiel und Wein und Pracht, So fühllos durchgelacht.

Jhr, holde Saiten, klinget In sanfter Harmonie! Flieht, was die Oper singet, Und folgt der Phantasie.

Seyd sanft, wie meine Liebe, Besinget ihre Triebe, Und zeigt durch eure Macht, Daß sie euch siegend macht.

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