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1726–1777

Auf einen Dompfaffen.

Justus Friedrich Wilhelm Zachariä

O Vogel, den ein gutes Glück Zu einem Dichter brachte, Der dich im ersten Augenblick Zu seinem Liebling machte;

Mein Papchen, sey nicht so betrübt, Daß nun ein Käficht dich umgiebt. Du kanst zwar nichts, und sitzest stumm, Doch niemand soll dich höhnen.

Du bist, mein Papchen, schön und dumm; Sind das doch viele Schönen. Soll deiner Farben Pracht vergehn, So macht dich deine Treu doch schön.

Ach lieber Vogel, köntest du Dich zu Selinden schwingen, Und vor der süßen Abendruh Mir Nachricht von ihr bringen!

Ach Papchen, fliege doch zu ihr! Den besten Zucker geb ich dir.

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Auf einen Dompfaffen. · Justus Friedrich Wilhelm Zachariä · Poetry Cove