Justus Friedrich Wilhelm Zachariä
Der du vom stralenden Thron des Unerschafnen dich schwungest, Um der Beschützer zu seyn von meiner unsterblichen Himmlischer! sing in mein Lied mit Tönen der göttli- Vom Halleluja der Himmel beseelt.
Lächle gefällig herab auf eine sterbliche Leyer, Welche für dich nur ertönt in mitternächtlichen Stun- Sage, wie dank ich dir doch die Sorgen, ätherischer Die mich schon in der Kindheit beschützt;
Aber die ietzo noch mehr in einem reifenden Alter Wider den mächtigen Reiz der lockenden Wollust mich Tief in der Seele hör ich die Stimme von meinem Die mir erhabne Gedanken zuruft.
O! warum kanst du mir nicht, o mein Beschir- Wenn mein erzitterndes Herz des Ewigen Throne sich Und hingeneigt in den Staub, in Thränen der Reu Sich seiner Erbarmung unwerth erkennt.
Oder erschienest du doch in meiner erkenntlichen Wenn sie die Sorgfalt erwägt, mit der ihr Engel sie Wenn sie in einsamer Nacht, in einem heiligen Tief- Zum stralendem Kraise der Seligen kömmt.
O! mein unsterblicher Freund, beschütze noch fer- Die dir der Schöpfer vertraut; daß ich einst froh dich Wenn du mit mächtiger Hand mich über die Felder des Zu jenem Triumphe der Ewigkeit bringst.
Wann du nun da stehst vor mir in feyerlichem Und voll Vertraulichkeit mich und ewiger Freundschaft Göttlicher, werd ich alsdann nicht deiner Umarmung Schnell als ein Stral aus dem Meere des Lichts?
Lehre die Seel’ alsdann, mit deinem Feuer zu Lehre mich, göttlicher Freund, die Lieder der heiligen Bis die Seele mit dir am Throne meines Erretters Sich in unendliche Jubel verliert.
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