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1726–1777

An drey Orangenbäumchen.

Justus Friedrich Wilhelm Zachariä

Euch, die aus einer Orange Seline dankbar gesät; Euch, von holdseligen Händen Der Liebe säuselnd erzogen;

Euch, Bäumchen, sing ich dieses Lied. Den sanften Grazien ähnlich, Wachst ihr freundschaftlich empor, Und den geselligen Schatten,

Und eure spielenden Blätter, Umtanzt der Weste leichtes Volk. Das Reich der farbigten Blumen, Wenn es der Frühling beherrscht;

Selbst die monarchische Staude, Die nach Jahrhunderten blühet, Die Aloe, reizt mich nicht so. Der Reif der schimmernden Nächte

Geh sanfter über euch weg! Die bunte Göttin der Blumen, Ja selbst die mächtige Liebe Beschütz euch vor der Räuber Hand!

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