Beschützer meiner Schöne,
Wachsamer Ariel,
Erschein auf diese Töne,
Und nimm von mir Befehl.
Selinden zu bewachen,
Sey künftig dein Beruf!
Nichts muß dich größer machen,
Seit Gabalis dich schuf.
Dich finde nicht der Morgen
Bey meines Mädchens Putz.
In weit erhabnern Sorgen
Beweise sich dein Schutz.
Belindens braunen Locken
Gab Pope dich zur Wacht,
Jetzt nimm so unerschrocken
Selindens Herz in Acht.
Wenn, überdeckt mit Tressen,
Der Stutzer um sie schwebt,
Und seinen Blick vermessen
Der Narr nach ihr erhebt;
So scheuche dein Gefieder
Den leeren Stutzer fort,
Und donnre Narren nieder
Durch ein gescheutes Wort.
Erhalt in ihren Herzen
Den Spott, der siegreich ist,
Wenn in gezwungnen Scherzen
Der Landwitz sich ergießt.
Ein niederschlagend Lachen
Bewafn’ ihr Angesicht,
Den Junker klein zu machen,
Der aus Banisen spricht.
Bedeckt nun die Gefilde
Von Abend Thau und Ruh;
So setze meinem Bilde
Der Liebe Reizung zu.
Gieb, daß ich so sie rühre,
So wie sie mich gerührt,
Als sie an dem Claviere
Mein zärtlich Herz entführt.