Du Zeitvertreib so mancher jungen Schöne,
Und manches jungen Herrn, der dir sein Opfer bringt,
Wenn er, entzückt in ungefühlte Töne,
Ein welsches Ach in zwanzig Tacten singt.
Auf dir war nie ein welsches Lied erklungen,
Du warst noch von dem Tand der ewgen Triller frey.
Das, was ich sang, ward immer deutsch gesungen;
Doch mein Geschmack bleibt dir nicht mehr so treu.
Dir hat der Schwung der Oper schon gefallen.
Es fesselt dich nicht mehr der deutschen Tonkunst Zwang.
Du fängst schon an, die Triller nachzulallen,
Die bis ins Herz die Pompeati sang.
Wie voll bist du von neuen Zärtlichkeiten,
O siegendes Clavier, da dich die Oper hebt.
Die Symphonie rauscht schon durch deine Saiten;
Der Unmuth flieht, und alles ist belebt.