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1726–1777

An Amintas .

Justus Friedrich Wilhelm Zachariä

Du sahest sie, als in Kleanthens Armen Dein zärtlich Herz dem Freund entgegen klopfte, Und deinen Wunsch die Freundschaft ganz erfüllte. Du sahest Sie — Mein Herz nennt mir sie ewig!

Jhr holder Blick drang unter dunkeln Thränen Doch sanft hervor, und lächelte voll Unschuld. Wie an der Brust ein früh unglücklich Mädchen Dem blanken Stahl des wilden Mörders lächelt.

O! mein Amint, du liebst, und liebest glücklich! Doch du kennst auch der Liebe bittre Schmerzen. Beklag ein Herz, der Zärtlichkeit geschaffen, Doch nur geliebt zum Unglück und Verderben.

Dir will ich oft die schweren Thränen weinen, Die Freundschaft heischt und reine Liebe fordert. Doch schon mein Damon ist geliebt und glücklich; Sollt ich mich nicht in Deinem Glücke trösten?

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An Amintas . · Justus Friedrich Wilhelm Zachariä · Poetry Cove