Skip to content
1884

Und ob ich ewig dunkel bliebe

Bruno Wille

Wie traurig diese Wälder düstern! Kein Sonnengold tief innen lacht; Das tun die felsengrauen Rüstern, Von Laubgeflechten überdacht.

Auch ich so trüb. Der Liebe Gnade Darf strahlen nicht zu meinem Grund. Die Sorg umdüstert meine Pfade, Ich bin ein öder Dickichtschlund.

Doch duld ich lächelnd, heilge Sonne, Daß sich dein Brautkuß mir verschließt Wenn draußen nur die goldne Wonne Um tausend Sonnenkindlein fließt.

Laß lieben dich mit jener Liebe, Die nicht Genuß, nur Andacht will. Und ob ich ewig dunkel bliebe Von deinem Leuchten träum ich still.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Und ob ich ewig dunkel bliebe · Bruno Wille · Poetry Cove