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1884

Regenflüstern

Bruno Wille

Trüber Tag; die Traufe wimmert, Tropfen rasseln an die Scheiben. Brausend im Novemberwinde Wanken dunkle Eiben.

Regensatte Wege formen Wasserspiegel, drin die grauen Wolken ihr verweintes Antlitz Zittrig trübe schauen.

Über welkem Laub im Garten, Krank gezaust das Köpfchen, trauert Eine späte bleiche Rose, Schmerzlich süß durchschauert.

Schmerzlich süß, vom Regenflüstern Eingelullt, im schaurig herben Sturme, eine stumme Blume, Einsam, vornehm sterben.

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