Tagesanbruch im Biwak, grau und trüb.
Nach schlafloser Nacht trete ich früh aus dem Zelt
In die Morgenkühle, und gehe langsam
Den Weg am Feldlazarett vorbei.
Drei Gestalten liegen hingestreckt auf Tragbahren
Draußen vorm Zelt, über jede eine Decke gebreitet,
Heimlich hingezogen, bleibe ich schweigend stehn.
Dann mit behutsamer Hand vom Antlitz des Nächsten
Hebe ich leise die Decke:
Wer bist du, mein Kamerad?
Dann tret ich zum Zweiten:
Und wer bist du, mein Knabe, mein Liebling?
Du mit dem rosigen Hauch auf der Wange?