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1693

8. An Amarillis

Christian Wernicke

Die Tugend wird zwar meist verlachet, Doch deine theure Schönheit machet, Dass jene man auch in dir preisst; Die Schönheit fällt zwar offt ins Netze

Doch deiner Tugend streng Gesetze Beschützet das was jene weist. Die Welt fällt dem Gezeugnüs bei, Das dir mein schwacher Mund itzt giebet;

Man lobt dich ohne Heucheley, Wie man dich ohne Hoffnung liebet.

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