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1693

58. Gemähld des CelsusFußnoten

Christian Wernicke

Wer preisst den Celsus nicht? Dem in dem Deutschen Reich So wenig sind an Gütt', als hohen Jahren gleich; Der keinen Abweg sucht stat der gewohnten Bahn, Und keinen Rahtschlag liebt ohn' einen kurtzen Schluss;

Doch der mit einem schnellen Fuss Nie einen falschen Tritt gethan: So sehr gefürcht von seinen Feinden, Dass seine Fesseln einst ein grosser Marschall kennt;

So sehr geliebt von seinen Freunden, Dass seinen Vater ihn ein grosser König nennt. Ein Fürst, der Lohn und Schutz bedrängter Tugend giebet, Und sich mit Mässigkeit gebrauchet seiner Macht;

So dass er neulich noch diss Lob davon gebracht: Dass man ihn, wenn man ihn als Feind erkant hat, liebet.

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