Als nach dem Fall des Lobesans
Ein Philipp herrschte nach dem Hans;
Als man verundeutscht frembde Wörter,
Und in dem Reimen ward gelehrter:
Da Brandmarckt' alle Dichterling'
Ein Kayserlicher Palatin,
So woll die Blinden als die Lahmen,
Mit einem Funckelneuen Nahmen.
Itzt da der Streich nichts mehr vermag,
So kommt ein neuer Dudelsack,
Und machet sich ohn' all Erröhten,
Zugleich zum Pfaltzgraf und Poeten.
Nimmt selber einen Nahmen an,
So gutt als er ihn machen kan;
Und der verneute Meister-Sänger
Wächst eine gantze Sylbe länger.
Kriegt' er nicht einen in der Tauff?
Warum nimmt er den andern auff?
Ich merck' es: Er hat zwey Gesichter,
Eins als ein Christ, eins als ein Tichter.
Der eine Nahm' ist abgenützt,
Den andern nimmet er zum Staat an;
Und segnet sich mit beyden itzt
Vor'm Hoffmanswaldau, und dem Satan.