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1693

31. Eitle Hoffnung. Auff Marin

Christian Wernicke

Marin war arm, und hofft' einst einen Schatz zu finden, Geschlagen und verwundt, und hofft' auff Salb' und Binden; Er lag biss zwölff im Bett', und hofft' auff viel Gewinst', Er wusste nichts, und hofft' auff alle freye Künst';

Er war schon alt, und hofft' ein reiches Weib zu trauen, Schwindsüchtig, hoffte doch noch Kindes-Kind zu schauen; Er war kein Dichterling, und hofft' auff Lorber-Kräntz', Noch weit kein Kammer-Raht, und hofft auf Excellentz;

Er blieb zu Hauss, und hofft' einst nach Paris zu reisen, War hungrig, aber hofft' ans Königs Tisch zu speisen, Fast ging er nackt und bloss, und hofft' ein neues Kleid: Er starb zuletzt, und hofft itzt auff die Seeligkeit.

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