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1693

27. Falsche TugendFußnoten

Christian Wernicke

Gerecht ist Statilas, doch allzustreng gerecht, Geduldig, wenn er auch die Ehre schützen soll; Aus Demuht macht er sich zu jedes Narren Knecht, Und spricht ohn' Unterscheid von allen Leuten woll;

Offt läuft er in Gefahr zu zeigen seinen Muht, Ist mild', unangesehn wem, wie, und was er schenckt: Er liebt die Tugend so, wie Affen ihre Bruht, Denn er erdrücket sie, in dem er sie umfängt.

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