Skip to content
1693

11. Auff die Thorheit der Welt

Christian Wernicke

Aus Ehrgeitz, Geitz, und viel zu wissen Gehn wir nach Rom, Wien und Paris, Nach Alcair, Algier und Cadiz, Nach Leipzig, Königsberg und Giessen;

Wir gehn ins Feld als Oberste, An frembde Höf' als Abgesandte, Auffs Rahthauss als des Rahts-Verwandte, Als Flaggenführer in die See;

Wir gehn, verschwendend unsre Stunden, Mit Brüdern in ein Sauff-Gelach, Mit Schwestern in ihr Schlaff-Gemach, Und ins Gehege mit den Hunden;

Wir gehn, um niemahls still zu stehn, Und kitzeln uns mit stetem Wandern, Wir gehn von einem Ort zum andern, Und wolln doch in uns selbst nicht gehn.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.