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1693

11. Auf einen Nieder-Sächsischen Land-Juncker

Christian Wernicke

Thrax denckt, wer Hochdeutsch spricht, der müss' unfehlbar lügen, Dass der, der höflich ist, ihn suche zu betrügen; Er bild't sich gäntzlich ein, dass die Bescheidenheit Der Feigheit Zeichen sey, und giebet keinem nach:

Nach seinem Wahn besteht die Deutsche Redligkeit In Grobheit theils, und theils in Nieder-Sächscher Sprach'.

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