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1914

Die Fahrt

Maria Luise Weissmann

Ihn trug das Schiff. Und seine Lippen sangen Hin über Weite, Wasser und den Wind: O Ferne! Flucht! Entgleitendes Verlangen! Augen, o Augen, immer noch zu blind,

O Atem, niemals tief genug getrunken, Nie ganz geborstne Brust, entflammtes Herz, Nie doch verglüht in Asche hingesunken, O Stimme, hart, nie ganz geschmolznes Erz:

Euch trag ich hin zu neuen Paradiesen, O Heimat, fremde und besonnt – Er dachte noch, als ihn die Wellen stießen Von Fels zu Fels, er dachte noch: der Mond

Hing nächtens da, wie eine Frau zu greifen. Dann schlug er hin. Die See ließ von ihm ab. Er lag ganz still, ein schmaler weißer Streifen In Tang und Sand.

Er lag fast wie im Grab.

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Die Fahrt · Maria Luise Weissmann · Poetry Cove