Nunmehr bedarff sie einen nahmen Den sie dem neuen liebsten gibt Dann allesheist doch ja und amen Uud was sie denckt das ist verliebt
Der halben muß ein wort allein Der neuen freundschafft zeuge seyn. Vor diesem wars ein hübsches wort: Mein liebgen schickt sich auf die freythe
Doch nach der hochzeit muß es fort: Mein schätzgen taugt fürwar nicht viel Als wann ich sie vexieren wil. Als wohl den lieben mädgen an:
Mein schneutzgen das bedarff ein brieffgen Daß man es recht verstehen kan: Mein engel trifft gar selten ein Dann niemand wil der flügel seyn.
Wann knecht und mägd beysammen sind: Mein Vatter kömmt zu ehrenveste Und reimt sich auff kein junges kind: Mein zuckerbild mein nelcken-strauß
Das sieht mir so poetisch auß. Wann man es nicht zu offte sagt: Mein seelgen läst sich fein mit schweren Wann man es sonst nicht gerne wagt:
Mein spaßgalan mein Courtisan Steht nur den löffel kätzgen an. Der schönste titul von der welt: Mein freund kan alle mit bedeuten
Wer sich ein bißgen freundlich stellt: Mein tröster ist ein süsser hohn Es schwatzt sich nur nicht wohl davon. Doch vor den leuten taug es nicht:
Mein hähngen ist bißweilen wette Wan er zuvor mein hühngen spricht: Mein gümpel das ist immerfort Nicht mehr als nur ein huren-wort.
Doch der verstand ist vielerley; Mein herr das geht mir nicht von hertzen Man denckt doch immer narr dabey; Mein mann steht schlecht wie michs bedünckt
Dieweil mein weib so garstig klingt. Ich kan ihr nichts vor angen mahlen Was sie vor reden führen sol Sie lerne nur fein niedlich thalen
Ein freundlich wort das find sich wohl Und wo sie nichts ersinnen kan Nimmt er ein schlechtes mäulgen an.
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