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1642–1708

Xi. Er ist fromm aber wenn er schläfft.

Christian Weise

Als ich meiner Rosilis Neulich an die schürtze grieffe Sagte sie mir gar gewiß Ich wär fromm doch wann ich schlieffe;

Sonsten wär ich in der haut Ein rechtschaffen böses kraut. Ja mein liebgen fieng ich an Ich gesteh es wenn ich wache

Daß ich es nicht lassen kan: Doch es ist so eine sache Stelle deine schönheit ein So will ich nicht lose seyn.

Uber dieses bin ich doch In dem schlaffe fromm und stille Drum mein engel ist es noch Dein und mein beliebter wille

Suchst du die gewogenheit Bloß in meiner frömmigkeit. Ey so schlaff einmahl bey mir: Sonsten muß ich es gestehen

Daß ich keinmal kan zu dir Fromm und eingezogen gehen: Soll ich fromm seyn meine zier Ey so schlaf einmal bey mir.

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