Als ich meiner Rosilis
Neulich an die schürtze grieffe
Sagte sie mir gar gewiß
Ich wär fromm doch wann ich schlieffe;
Sonsten wär ich in der haut
Ein rechtschaffen böses kraut.
Ja mein liebgen fieng ich an
Ich gesteh es wenn ich wache
Daß ich es nicht lassen kan:
Doch es ist so eine sache
Stelle deine schönheit ein
So will ich nicht lose seyn.
Uber dieses bin ich doch
In dem schlaffe fromm und stille
Drum mein engel ist es noch
Dein und mein beliebter wille
Suchst du die gewogenheit
Bloß in meiner frömmigkeit.
Ey so schlaff einmahl bey mir:
Sonsten muß ich es gestehen
Daß ich keinmal kan zu dir
Fromm und eingezogen gehen:
Soll ich fromm seyn meine zier
Ey so schlaf einmal bey mir.