Ich wolte mich gerne verlieben
Fürwahr ich kan nur nicht
Der kützel ist lange vertrieben
Der junge leute sticht
Ich seh die mädgen an
Als wie ein alter mann.
Die pfeile der lieblichen blicke
Sind viel zu stumpff vor mich
Die reden die niedlichen stricke
Ziehn ab und schämen sich
Weil ihre leise krafft
So wenig nutzen schafft
Die rosen der zierlichen wangen
Die lippen von rubin
Die geben sich selber gefangen
Je mehr sie sich bemühn
Je mehr ist ihre last
Mir eitel und verhasst.
Die reihen der artigen hände
Die alabaster haut
Da mancher verliebter kein ende
Zu seiner wollust schaut
Die selben kommen mir
Todt und verdorben für.
Die wunder-schöne brust
Mag andern personen gefallen
Ich hasse diese lust
Und die gelegenheit
Zu solcher eitelkeit.
Sie mögen ihr angesicht weiden
Noch hundertmahl so schön
Sie mögen sich butzen und kleiden
Und vor den spiegel stehn
Nun mehr so bleib ich schon
Am liebsten weit darvon.
Blickt mich nicht weiter an
Mein hertze sey zwischen uns richter
Daß ich nicht liebeu kan
Bemüht euch anderswo
Ich bleibe lieber so.