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1642–1708

ViI. Eine höfliche Entschuldigung.

Christian Weise

Achnein ich möchte nicht ich bin zur kirmß gebete Und ich bedürffte fast Noch selber einen gast Drum werd ich mir so weit wohl kein paar schuh ver-

Die leute sind gar schlim bericht Ach nein ich möchte nicht! Ach nein ich möchte nicht ich esse keinen braten Der nach der küche schmeckt

Wer gerne teller leckt Der komm und lasse sich auf meinem herde rathen Ich bin auf nichts so sehr verpicht. Ach nein ich möchte nicht.

Ach nein ich möchte nicht die kuchen sind zu dünne Die butter ist zu arg Die hefen gehn zu starck Und die rosinen sind gar sparsamlich darinne

Der rand ist mager und zubricht Ach nein ich möchte nicht. Ach nein ich möchte nicht ich muß es nur bekennen Die suppe kocht zu scharff

Und wer es nicht bedarff Der wird sich warlich nicht das maul dabey verbrenen Der hencker hält euch doch das liecht Ach nein ich möchte nicht.

Ach nein ich möchte nicht ietzt leb ich in der faste Da eß ich selten viel Doch wer nicht warten will Der komme nur zu mir früh morgens her zu gaste

Die tafel ist schon angericht Ach nein ich möchte nicht.

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