Ich armer haus-knecht habe nun Mein ämptgen angenommen Nun muß ich helffen wirthlich thun Wenn frembde gäste kommen
Sonst werd ich wieder weggejagt Von meiner lieben jungen magd. Ich geh und lasse mich durchaus Die mühe nicht beschweren
Und solt ich funffzehenmahl das hauß In einem tage kehren: Denn wenn mich ja die arbeit plagt So denck ich an die junge magd.
Die köchin mag so offt sie will Mich etwas anders heissen Die frau die mag den besen-stiel Mir umb die ohren schmeissen:
Ich bleibe dennoch unverzagt Bey meiner lieben jungen magd. Wenn sie mir an der seiten steht So hab ich schon gewonnen
Und alle traurigkeit vergeht Wie butter an der sonnen Ich bin ihr knecht der ihr behagt Sie meine liebe junge magd.
Wir stecken fast den gantzen tag Beysammen in der küchen Und wann ich possen treiben mag So ist sie auch verglichen
Doch ist kein mensch der mich verklagt Mit meiner lieben jungen magd. Ich geh in keller hole bier Und wann ich nunter schreite
So kommt die magd und giebet mir Fein sauber das geleite Doch niemand in dem hause fragt Was machst du mit der jungen magd.
Der Boden und der ober-saal Die stehn uns allzeit offen Da haben sie uns hundertmal Beysammen angetroffen
Doch hat der herr noch nie gesagt Geh pack dich von der jungen magd. Ich wolt auch wol kein hauß-knecht seyn Wann ich nicht eben wüste
Daß ich das liebe mägdelein Sonst gar entrathen müste So bleib ich gleichwol ungeplagt Bey meiner lieben jungen magd.
Die schönen jungfern mögen nun Aus meinem hertzen weichen Dann wann ich ja will freundlich thun Geh ich zu meines gleichen.
Ich armer hauß-knecht habs gewagt Und löffle mit der jungen magd.
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