OgOtt du reines wesen Du glantz der herrligkeit Weil du mich hast erlesen Zu deiner Christenheit
So gib mir auch den sinn Zu aller reinen tugend Und lencke meine jugend Wo ich zu sicher bin.
Erhalt mich in dem schrancken Vor aller bösen lust Regiere die gedancken Und mache mir bewust
Du dreymahl heilger Fürst Daß wir vor unser leben Bald müssen antwort geben Wenn du erscheinen wirst.
Wenn ich was böses dichte So laß es nicht geschehn Und laß ja mein gesichte Nach keiner geilheit sehn
Versucht mich fleisch und blut Zu unterschiednen sünden Ach HERR! so laß dich finden Und brich mir meinen muth.
Erhalt mein faß in ehren In zucht und heiligkeit Und laß mich nichts versehren Biß auff die rechte zeit
Und segne mich alsdann Daß ich ein liebes hertze In unverbotnem schertze Nach hause führen kan.
Doch lencke meine sinnen Zuvor auff dieses ziel Wie ich mein brod gewinnen Und sie ernehren wil.
Nach diesem zeuch mich hin Zu einem frommen kinde Da ich mein labsal finde Wenn ich geschäfftig bin.
Laß mich ein mädgen lieben Das mich von hertzen meynt In Freud und in betrüben Das mit mir lacht und weint
Das sich in alles schickt Und das an meinem ende Wenn ich den lauff vollende Mir noch die augen drückt.
Wiewohl du wirst es machen Weil du mein Vater bist Du weist was meinen sachen Gut und ersprießlich ist.
Dein wille soll geschehn Und was du meinem leben Wilst zum geschencke geben Das will ich gerne sehn.
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