Sprecht mich nicht weiter an
Um ein verliebtes lied
Denn ich bin ausgethan
Wo lust und liebe blüht
Das gras ist abgemeyht
Die rosen sind vergangen
Der winter führt das leid
Und hat sich angefangen.
Ich fühle keine lust
Die mich zum versen treibt
Weil meine kalte brust
Unangefochten bleibt:
Das harte silber fleust
Nur bey der grossen hitze
Und der poeten geist
Wird nur im lieben nütze.
Wie kan ich itzt betrübt
Und wieder frölich seyn
In dem mir nichts beliebt
Von anmuth oder pein
Soll mein erfrornes hertz
Von glut und flammen singen.
Und soll der kalte schertz
Die spröde feder zwingen.
Ach nein die aloe
Der zucker und zibeth
Macht weder wol noch weh.
Wann der geschmack vergeht:
Man muß die eitelkeit
Der liebe noch ertragen
Will man von freud und leid
Gereimte reime sagen.
Der ist fürwar nicht klug
Der ohn ein seitenspiel
Durch einen selbstbetrug
Verschwiegen tantzen will
Und so wird mein gedicht
Ein schlechtes urtheil fühlen
Wo die begierden nicht
Die sarabande spielen.
Geh zarte Poesie
Du bleibst mir unbewust
Geh meine süsse müh
Jetzt meine saure lust
Ich schreibe was ich kan
Jhr aber meine brüder
Sprecht mich nicht weiter an
Um schertz und liebes-lieder.