Die lieb ist gleichsam eine jagt
Da sich ein grosser hauffen
In die gebüsche wagt
Wo angst und müh entgegen lauffen
Und wo die gantze welt
Sich fast in das gehäge stellt.
Die netze sind von heucheley
Und eitelkeit gestricket
Darinnen wird die treu
Der jungen einfalt offt berücket
Und wer nicht langen kan
Der flickt ein bißgen hoffnung dran.
Der spürhund ist die ungedult
Der billt und läst sich hören
Die unschuld mit der schuld
In ihrem lager zu verstören:
Wie ist er doch bemüht
Eh er das wild vor augen sieht?
Und also muß der windhund fort
Durch bitten und versprechen
Durch klagen da und dort
Die ungewisse bahne brechen
Biß man den ganßen rest
Der grossen docken lauffen läst.
Offt schiest man ehr und tugend todt
Dann die verliebten minen
Sind wie der haasen-schrot:
Wohl denen die sich so bedienen!
Denn wer ein narr will seyn
Schiest gar mit silbern kugeln drein.