Wohl dem der noch in seinem leben
Ein lustig stündgen haben kan
Wann andre sich dem schmertz ergeben
Und stecken zwischen furcht und wahn
So bleibt der trost der ihn ergetzt
Auff einen festen grund gesetzt.
Gesetzt ich liesse tag und nacht
Den kalten safft in magen lauffen
Der nur den scheidel hitzig macht.
So sagt ich endlich morgens früh
Die lust verlohnt sich nicht der müh.
Es macht mich reich und wieder arm
Und sol ich meinen schaden fühlen
So wird die stube gar zu warm
Gleichwie man spricht: das spielen hitzt.
Und wann man in dem keller sitzt.
Giebt endlich schlechten überdruß
Doch weil man offt zurücke stehen
Und in gedancken wuchern muß
So ist auch dieses nicht die bahn
Darauff man sich vergnügen kan.
Der angenehmen Poesi
Die gilt mir in den höchsten leide
Das beste labsal vor die müh:
Da schick ich meine sorgen hin
Wann ich im tiefsten kummer bin.
Was andre mit beschweren thun:
Ich darff in meiner stuben bleiben
Ja auch wohl gar im bette ruhn
So fällt mir doch in solcher ruh
Das allerschönste liedgen zu.
Ich fühle keinen schmertz davon:
Er geht die gassen auff und nieder
Und hat nur qvaal und noth zu lohn:
Hingegen ich leb unbetrübt
Und bin nur ins papier verliebt.
Jhr habt mich offtermahls erqvickt:
Derhalben bin ich euch verbunden
Und werde gleichsam gantz entzückt
So bald mein geist auff dieses gut
Noch einen blick zurücke thut.