Mechanie du schönes bild
Du hast dich allbereit verhüllt
In deinem zarten bette:
Ach wenn ich auch dergleichen ruh
Auff meinem lager hätte!
Wiewohl du loses diebgen du
Dein schlaff thut meinem wachen weh
Mechanie.
Gedencke daß ich krafftloß bin
Wofern ich nicht empfange
Den schatz woran ich allbereit
Mit gantzem hertzen hange.
Entferne dich nicht allzuweit
Mein liebgen oder ich vergeh
Mechanie.
So weicht der gantze jammer fort:
Sprich nur zu meinem leben:
Du wollest deiner augen schein
Zu meiner lust ergeben.
So will ich frisch und frölich seyn
So will ich ruffen wo ich steh
Mechanie.
Hat dich zwar in den schlaff gebracht
Doch morgen will ich hoffen
Daß mich das allcrschönste loß
Hat allermeist betroffen
Und so wird meine freude groß
Und sag' auf diese nacht ade!
Mechanie.