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1642–1708

Dritte Handlung.

Christian Weise

Ach Floretto! laß dein glücke Dir nicht aus den händen gehn Lerne doch in diesem stücke Deine wolfahrt recht verstehn

Weil die schönste von der welt: Gleichsam dir zu fusse fält. Schau doch her sie legt sich nieder Brauche der gelegenheit

Diese stunde kommt nicht wieder Wo man ihre gunst verstreut Jtzund hast du noch die wahl Fürchte dich ein ander mahl.

Brich die rosen von den wangen Welche dir zu ehren blühn Welche dich und dein verlangen Als magneten an sich ziehn

Nimm das wollen-weiche pfand Jhrer finger in die hand. Schau die alabaster-ballen An der unbefleckten brust

Wie sie auf und nieder fallen Aus begierde zu der lust Welche das verliebte ziel Bloß in dir erlangen will.

Wilst du sie noch mehr betrüben? Dieser leib und was sie hat. Stellt sie gantz in dein belieben Drum erfahr es in der that

Daß Clarisse wird allein Dem Floretto günstig seyn.

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Dritte Handlung. · Christian Weise · Poetry Cove