Weil das angenehme glücke
Mich zu einen schuldner macht
Hab ich auch in diesem stücke
Meine treue pflicht bedacht
Welche durch den süssen rath
Jhre schöne richtschnur hat.
Hier gibt sich die pomerantze
Hier ein schlechtes sträußgen an
Weil ich solches ihrem glantze
Nach belieben bringen kan
Denn mein hertze sagt mir zu
Daß ich ihren willen thu.
Eins ist rund das andre spitzig
Eins ist frisch das andre nicht
Eins ist kalt das andre hitzig.
Also muß auch meine pflicht
Uber ihren zarten schein
Halb erfreut halb traurig seyn.
Bald versprechen die gedancken
Mir die höchste freundligkeit:
Bald gerath ich in das wancken
Weil ich die zufriedenheit
Gar zu selten auff der bahn
Jhrer freundschafft finden kan.
Nun sie nehme diß geschencke
Welches sie erwehlet hat:
Sie belieb’ es und gedencke
Meiner an desselben statt
Biß ihr rath-schluß ordre gibt
Daß ihr etwas mehr beliebt.