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1642–1708

Das vierdte Gespräch.

Christian Weise

Jst diß nicht wunderlich Das glücke setzt an mich Als wär mirs noch so sehr gewogen: Jedoch wenn ich das ziel

Mit ernst anhalten will So find ich mich gar weit betrogen Weil ihre zunge gleichsam spricht; Du siehst mich zwar. Doch du bekömmst mich nicht.

Es ist ja wol geschehn Ich habe dich gesehn Und sonderlich in acht genommen: Doch was vor einen lohn

Hab ich nunmehr davon Wo denck ich weiter fortzukommen Wofern ich dich du süsser Pol Jm hertzen und in augen haben soll.

Die Götter werden zwar Uns selten offenbar Ob sie gleich unsre seufftzer hören: Und wer gleich in der that

Sie gantz zu freunden hat Der kan sie niemals sichtbar ehren. Denn ein gemeines angesicht Erträgt den glantz und ihre schönheit nicht.

Doch hätt ich hier gedacht Ich würde deinen pracht In schöner gegenwart geniessen: Das glücke zeigte sich

Nun aber denckstu mich Nur allzeit weiter auszuschliessen: Derhalben mustu nach dem schein Ein himmels-kind und eine Göttin seyn.

Asträa meine zier Komm und verzeihe mir Daß ich mich dieses unterstanden. Wilstu versöhnet seyn

So ist bey mir allein Ein unverfälschtes hertz verhanden. Wo diß die schuld verbüssen kan So nimm es gantz zum gnaden-opffer an.

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Das vierdte Gespräch. · Christian Weise · Poetry Cove