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1642–1708

Das fünffte Gespräch.

Christian Weise

Wer aber schon das vierdte kriegt Das droben auf dem simse liegt Der schneidet größre bissen Die weiber-taffel wird damit

Am fische-fleisch und kuchen-schnitt Sich wohl behelffen müssen. Das auf die männer-tafel sol. Das schneidet etwas kühner:

Denn sind die lieben herren nicht Auf übrig fressen abgericht So fressens ihre diener. Dasselb ist aus der weise groß

Und hilfft die tütsche-mütter Doch im trenchiren solls allein Dort vor die musicanten seyn Und vor die hochzeit-bitter.

Jtzt wird das siebend’ angericht Das wird man bey dem schniedte nicht So liederlich vergessen Und haben wir es nicht beschaut

So wird doch wol die jungfer braut Mit auf der hochzeit essen. Die messer sind sehr gut bestalt Drum wird die speise warm und kalt

Den gästen niedlich schmecken: Und sonderlich die liebe braut Wird auff die henn’ und sauerkraut Die finger fleissig lecken.

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