Ach hertzerlieber - - Küster
Ich kenn euch an dem barte wol
Ach seht doch itzund ins register
Ob ich was guts bekommen soll
Und solte mir was zugehören
So lasst mirs nur fein bald bescheren.
Ich esse keine pfefferkuchen
Ich mag auch keine mandelkern
Und was die kleinen kinder suchen
Dasselbe nehm ich gar nicht gern:
Wenn ich nur in mein kaltes bette
So einen hübschen wärmstein hätte.
Ich fürchte mich so vor der kälte
Dieweil ich armer hampelmann
Des winters boßheit stets entgelte
Die ich doch nicht verbieten kan.
Drum muß ich mich im bette kräncken
Und an den süssen wärmstein dencken.
Das feuer mag im ofen brennen
Das bette mag darneben stehn
So muß ich doch allzeit bekennen
Die kälte wil mir nicht vergehn:
Denn alles schlägt mit grossem schmertzen
Mir gar zu tieff zu meinem hertzen.
Und wo ich keinen wärmstein habe
So laßt es nur ein pfänngen seyn
Und leget mir zur liebsten gabe
Ein bißgen warme kohlen drein
Damit ich nicht vergebens harre
Und als ein hartes scheit verstarre.
Fürwahr ich seh an meinen händen
Wie ein gebackner pickling aus
Und sperre mich an allen enden
Wie ein verdorter nessel-strauß:
Denn alles ist so trefflich theuer
Und nichts so sehr als fremdes feuer.
Wo ich ja gar vergessen bin
So setzt mich dennoch ins regiester
Und helfft mir also zum gewinn
Daß wenn ich in dem bette liege
Den wärmstein in die arme kriege.