Skip to content
1642–1708

Das fünffte Gespräch.

Christian Weise

Meine mutter wils nicht haben Daß ich zeitlich freyen sol Denn sie meinet solchen knaben Thuts ein ander höltzgen wol:

Aber ich denck auff die freythe Lieber morgen wärstu heute. Sol ich funfzehn jahr noch warten Und ein alter tantzknecht seyn?

Ach ich kan es besser karten Willigt nur das mädgen drein. Drum gedenck ich an die freythe Lieber morgen wärstu heute.

Hab ich doch genug zu wehren Nur in einer kurtzen nacht Daß der ehstand meinen ehren Keine kunckelfusen macht.

Drum so denck ich an die freythe Lieber morgen wärstu heute. Ich mag nicht alleine liegen Wenns die mutter zehnmahl sagt

Kan ich keine jungfer kriegen Nun so nehm ich eine magd Also denck ich an die freythe Lieber morgen wärstu heute.

Ich bin witzig und gedencke Was zu meinen sachen frommt Schickt mir nur das hochzt-geschencke Wenn ihr nicht zur hochzeit kommt.

Denn es geht nun auf die freythe Lieber morgen wärstu heute.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Das fünffte Gespräch. · Christian Weise · Poetry Cove