Asträa bistu wol mit mir zu frieden
Daß ich zurücke reisen kan
Nachdem ich dir mein hertz allhier beschieden
Und die versicherung gethan
Daß ich aus allen
Dir zu gefallen
Keine will lieben als eben dich.
Asträa schaue nur auf mein gelücke
Dem ich noch immer folgen muß
Dasselbe locket mich so weit zurücke
Und hemt den zuckersüssen schluß
Ich bleib indessen
Dein unvergessen
Edelstes seelgen und denck an dich.
Die winde können zwar den leib verjagen
Doch die gedancken bleiben hier
Die werden dir allzeit ins ohre sagen:
Ach dein Adonis lebt in dir
Der ungebrochen
Sich selbst versprochen
Liebste derhalben besinne dich.
Wird ja der neid und haß mit wort und wercken
Uns mitler zeit entgegen gehn
So wollen wir uns doch in hoffnung stärcken
Und der verfolgung widerstehn
Biß unsre Sonne
Mit lust und wonne
Scheinet vollkommen auff mich und dich.
Der himmel wird es schon mit ehsten fügen
Wofern du nur zufrieden bist
Daß wir uns beyderseits also vergnügen
Gleichwie der wunsch gewesen ist:
Jtzt hilfft kein klagen
Nur laß mich sagen:
Liebe mich Schönste so lieb ich dich.
Ein übrigs trauren hilfft nicht viel
Weil ich in kurtzen dich mit grosser freude
Gesund und froh umbfangen wil.
Du bist mein leben
Bleib mir ergeben
Liebste so leb ich vor mich und dich.