Komm kom̃ du junges volck willstu dich ferner scheuen
Dein leben von der last der sorgen zubefreyen
Und deinen zarten leib gebührlich einzuweihen:
Komm weil das alter noch die kräffte wil verleihen.
Der himmel läst ja offt den kalten winter schneyen
Und läst den nordenwind mit scharffen wetter dreuen:
Du aber darffst dich nicht der freunde gantz verzeihen
Und dein erhitztes blut durch solchen zwang kasteyen.
Entbrich dich immer noch von diesen fantaseyen
Dein hertz ist noch geschickt die rosen auszustreuen
Nimm deine seiten hin und stimme die schalmeyen
Hör an den süssen thon mit seinen schmeicheleyen
Und laß diß schöne lied mit vollem halse schreyen;
Das alter ist betrübt die jugend giebt gedeyen.