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1642–1708

Das dritte Gespräch.

Christian Weise

Du sprichst zu mir ich soll nicht thalen Wenn ich ein bißgen lose bin Und sagst zu unterschiednen mahlen Er geh doch weg er scher sich hin

Er lasse sich doch endlich sagen Ich kan das thalen nicht vertragen. Du närrgen laß mich immer thalen Die thaler sind das beste geld

Und welche wol damit bezahlen Die hat man lieb in aller welt Derhalben wirstu gleicher massen Bey dir die müntze gelten lassen.

Ein thaler ist ein schönes stücke Das man zu ehren brauchen mag Er ist von klaren silber dicke Und führt den allerbesten schlag.

Deßwegen muß ich mich befleissen Damit ich kan ein thaler heissen. Was nutzt mir doch ein kahler dreyer Der nicht einmahl die farbe hält?

Was taug ein vierling und ein zweyer? Es ist ein blosses huren-geld: Vom schweren kupfergeld aus Schweden Begehr ich nicht einmahl zu reden.

Hingegen laß die thaler kommen Die finden allzeit ihren platz Und wenn sie werden eingenommen Legt man sie heimlich in den schatz

Daß nicht die leute wie sie wollen Das schöne geld begreiffen sollen. Ich bin kein ungewisser praler. Nimm mich zu deinem thaler an

Wer weiß wo ich noch einen thaler Bey dir zuwege bringen kan Alsdenn so hastu gut gelücke Und den ducaten in der sicke.

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Das dritte Gespräch. · Christian Weise · Poetry Cove