Die lufft verändert nichts die klugheit muß in reisen
Compaß und ruder seyn sie muß den anfurt weisen
Sie muß die rechnung thun und welcher das vergist
Der kömmet wieder heim wie er gewesen ist.
Es ist ein schlechtes werck sich etwas tieffer bücken
Der alten sprache brauch mit neuen wörtern sticken
In fremb der kleidung gehn: und wer sich in der welt
Um sonsten nichs bemüht verspielet zeit und geld.
Wem ist damit gedient und wenn man haar-klein wüste
Wie scharff ein ander trinckt wie mancher seine lüste
Mit bösem wasser löscht wie einer schertzt und spielt
Wie jener springt und tantzt wie dieser raubt und stielt.
Es ist nur eitelkeit man hört von solchen dingen
Und lernt sie endlich selbst in die gewohnheit bringen
So daß ein solcher mensch viel grösser unheil stifft
Als welcher einen brunn verderbet und vergifft.
Ein kluges kauffmans-schiff kömmt nimmermehr gefahren
Und sucht Arabien um liederliche waaren:
Das gold wird außgesucht der weirauch zugericht
Die myrrhen eingepackt: den sand begehrt man nicht.
Wolan du junges volck! weil ihr von eurem leben
Dem hohen alter sollt einmahl die zinse geben.
So reiset mit vernunfft und nehmet diß in acht
Was von der klugheit kom̃t un euch zu menschen macht.