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1642–1708

Das andere Gespräch.

Christian Weise

Hat der nicht ein schönes glücke Dem ein mädgen die barücke Unversehns vom kopffe raubt: Denn sie zeigt in diesem schertze

Daß ihr lust-begierig hertze Jhm ingleichen was erlaubt. Jungfern welche furchtsam leben Und in scham und hoffnung schweben

Wollen nur geraubet seyn Und indem sie was vergönnen Wenn sie sich nicht wehren können Zürnen sie nur auff den schein.

Drum so bald sie inne werden Daß ein ander in geberden Will zu still und blöde gehn Geben diese spiel-genossen

Unter solchen kinder-possen Jhre meynung zu verstehn. Ach fürwahr die blossen haare Sind nicht eine solche waare

Die so grosse lust erweckt Und ich will mich hoch verwetten Die verliebten kinder hätten Lieber was darunter steckt.

Nun wolan man muß sich rächen Weil sie selbst die bahne brechen Die der liebe wohl gefält: Last die sinnen ungekräncket

Schertzt hingegen und gedencket Auf den schönsten wiedergelt.

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