Hat der nicht ein schönes glücke
Dem ein mädgen die barücke
Unversehns vom kopffe raubt:
Denn sie zeigt in diesem schertze
Daß ihr lust-begierig hertze
Jhm ingleichen was erlaubt.
Jungfern welche furchtsam leben
Und in scham und hoffnung schweben
Wollen nur geraubet seyn
Und indem sie was vergönnen
Wenn sie sich nicht wehren können
Zürnen sie nur auff den schein.
Drum so bald sie inne werden
Daß ein ander in geberden
Will zu still und blöde gehn
Geben diese spiel-genossen
Unter solchen kinder-possen
Jhre meynung zu verstehn.
Ach fürwahr die blossen haare
Sind nicht eine solche waare
Die so grosse lust erweckt
Und ich will mich hoch verwetten
Die verliebten kinder hätten
Lieber was darunter steckt.
Nun wolan man muß sich rächen
Weil sie selbst die bahne brechen
Die der liebe wohl gefält:
Last die sinnen ungekräncket
Schertzt hingegen und gedencket
Auf den schönsten wiedergelt.