Wie süß und freundlich lacht
Des Monden stille Pracht,
Den ich von jener Höh
Herüber steigen seh.
Ich sehe glänzend ihn
Auf jenen Bäumen glühn,
So wie der Phönix ruht
In seinem Rest voll Gluth.
Allein sein silbern Bild
Ist ruhig, lieblich, mild,
Er lächelt jedem Ruh
Und süße Stille zu.
Die Weisheit gleichet ihm,
Nie wild und ungestüm,
Die jedem, der sie liebt,
Auch gleiche Sanftmuth giebt.
Sein liebreich Angesicht
Färbt sich vom Sonnenlicht,
Warum denn? ohne dieß
Bedeckt es Finsterniß.
So muß der Tugend Schein
Der Weisheit Glanz verleihn —
Dich, Weisheit, such auch ich,
Doch, Tugend, bloß durch dich!