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1726–1804

Der Mond.

Christian Felix Weiße

Wie süß und freundlich lacht Des Monden stille Pracht, Den ich von jener Höh Herüber steigen seh.

Ich sehe glänzend ihn Auf jenen Bäumen glühn, So wie der Phönix ruht In seinem Rest voll Gluth.

Allein sein silbern Bild Ist ruhig, lieblich, mild, Er lächelt jedem Ruh Und süße Stille zu.

Die Weisheit gleichet ihm, Nie wild und ungestüm, Die jedem, der sie liebt, Auch gleiche Sanftmuth giebt.

Sein liebreich Angesicht Färbt sich vom Sonnenlicht, Warum denn? ohne dieß Bedeckt es Finsterniß.

So muß der Tugend Schein Der Weisheit Glanz verleihn — Dich, Weisheit, such auch ich, Doch, Tugend, bloß durch dich!

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Der Mond. · Christian Felix Weiße · Poetry Cove