Süßer, angenehmer Fleiß!
O wie herrlich ist der Preiß,
Den er jedem Jüngling beut,
Der ihm seine Kräfte weiht.
Wenn die Langenweile gähnt
Und sich krank nach Possen sehnt,
Hüpft in froher Thätigkeit
Die ihm nie zu lange Zeit.
Ja, auf seidnen Schwingen fliehn
Seine Stunden vor ihm hin:
Den verlohrnen Augenblick,
Nichts sonst, wünscht er sich zurück.
Er ist stark, gesund und frisch,
Arbeit würzet ihm den Tisch,
Und kein kranker Ekel schleicht
Sich zu seiner Mahlzeit leicht.
Wenn er winkt, drückt ihm die Ruh
Seine Augen willig zu:
Nie hat ihn ein Traum geweckt,
Der im Schlummer ihn geschreckt.
Er begegnet allemal
Früh dem ersten Sonnenstral,
Wenn er, munterm Fleiß geneigt,
Von den Bergen nieder steigt.
In der Jahre reifern Lauf
Suchen Ehr und Würd ihn auf:
Glück und Seegen warten sein,
Um sein Alter zu erfreun.
Aller Orten trifft er dann
Früchte seiner Arbeit an,
Keinen Augenblick der Zeit,
Die er nun umsonst bereut.
Auch im Alter, auch als Greiß
Ist er munter und voll Fleiß,
Und ihn trägt kein falscher Stab
An sein ruhigs, spätes Grab.