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1839

Herüber zog eine schwarze Nacht

Georg Weerth

Herüber zog eine schwarze Nacht. Die Föhren rauschten im Sturme; Es hat das Wetter wild zerkracht Die Kirche mit ihrem Turme.

Zerschmettert das Kreuz, zerdrückt der Altar, Zermalmt das Gebein in den Särgen – Die gotischen Bögen wälzen sich Donnernd hinab von den Bergen.

Zum Dorfe stürzt sich Turm und Chor Als wie zu einem Grabe – Da fährt entsetzt vom Lager empor Und spricht zur Mutter der Knabe:

„Ach Mutter, mir träumte ein Traum so schwer, Das hat den Schlaf mir verdorben. Ach Mutter, mir träumte, soeben wär Der liebe Herrgott gestorben.“

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Herüber zog eine schwarze Nacht · Georg Weerth · Poetry Cove