Skip to content
1845

Die rheinischen Weinbauern

Georg Weerth

An Ahr und Mosel glänzten Die Trauben gelb und rot; Die dummen Bauern meinten, Sie wären aus jeder Not.

Da kamen die Handelsleute Herüber aus aller Welt: „Wir nehmen ein Drittel der Ernte Für unser geliehenes Geld!“

Da kamen die Herren Beamten Aus Koblenz und aus Köln: „Das zweite Drittel gehöret Dem Staate an Steuern und Zölln!“

Und als die Bauern flehten Zu Gott in höchster Pein, Da schickt er ein Hageln und Wettern Und brüllte: „Der Rest ist mein!“

Viel Leid geschieht jetzunder, Viel Leid und Hohn und Spott, Und wen der Teufel nicht peinigt, Den peinigt der liebe Gott!

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Die rheinischen Weinbauern · Georg Weerth · Poetry Cove