Skip to content
1839

8.

Georg Weerth

Sie schliefen. – So schlief auch Polyphem; Und geblendet ward der Riese Durch den herrlichen Dulder Odysseus. Soll Ich jetzo blenden auch diese?

Ja, soll ich mit glühendem Korkzieher euch Die glotzigen Augen ausdrehen? Kein unsterblicher Gott, ja, kein Hahn und kein Huhn Würde je wieder danach krähen.

Denn wahrlich, Poseidons Söhne nicht, Des bläulich gelockten, seid ihr – Der Meergott schiert sich den Teufel um euch – Zwei gemeine Gendarmen seid beid ihr!

Er wird den Dampfer zertrümmern nicht, Wenn ich jetzt mich entferne von Bingen. – O Phöbus Apollo, laß meine Flucht, O laß sie gelingen, gelingen! –

Und ausdrücklich bemerk ich, daß rücksichtsvoll Ich nicht geblendet die beiden. Doch dem alten Soherr sprang ich sofort An den Hals und jauchzte vor Freuden:

„Ade, Herr Soherr! Der Wein war gut, Vorüber ist all mein Ärger! Und lange noch werde ich denken an Euern göttlichen Scharlachberger.

Ade! Euer Wein war trefflich; und Ihn preis ich nach allen Winden – Einst wird auch schlagen unsere Stund, Da wird sich alles finden.“

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
8. · Georg Weerth · Poetry Cove