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1839

8.

Georg Weerth

In lauen Sommernächten, Wo alles wundersam, Da war es, daß wir zechten Bis daß der Morgen kam.

Ein Wetterleuchten zuckte Bisweilen übern Rhein; Das stille Mondlicht blickte In unsre Becher hinein.

Es sang mit süßem Schalle Im tiefen Stromestal Die schöne Nachtigalle Von ihrer Liebesqual.

Und um die Berge flogen Die Nebel wunderbar: Als käme angezogen Eine luftige Geisterschar.

Die Lindenzweige rauschten Um unsern Tisch herum: Wir horchten und wir lauschten Und wurden still und stumm.

Wohl halb im Traume blickten Wir in den grünen Rhein; Und bückten uns und nickten Und schlummerten endlich ein.

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