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1891

Gott und Welt

Frank Wedekind

Ich bin ein Mensch von Fleisch und Blut, Ich fange keine Grillen; Ich kann des Fleisches Durst so gut Wie den der Seele stillen.

Ich schwinge brünstig mich empor Zu Gott in schwacher Stunde; Und werd ich stark, heb ich den Flor Von heiliger Todeswunde.

Weit öffnet sich der Arme Paar Gleich hellen Tempelpforten; Ich knie schluchzend am Altar, Ich bete nicht in Worten.

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