Skip to content
1891

Eroberung

Frank Wedekind

Ach, sie strampelt mit den Füßen, Ach, sie läßt es nicht geschehn, Ach, noch kann ich ihren süßen Körper nur zur Hälfte sehn;

Um die Hüfte weht der Schleier, Um den Schleier irrt mein Blick, Immer wilder loht mein Feuer, Ach, sie drängt mich scheu zurück!

Mädchen, ich will nichts erzwingen; Mädchen, gib mir einen Kuß; Sieh, dich tragen eigne Schwingen Durch Begierde zum Genuß.

Ach, da schmiegt sie sich und lächelt: Deine Küsse sind ein Graus; Und mit beiden Händen fächelt Sie der Kerze Schimmer aus.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Eroberung · Frank Wedekind · Poetry Cove