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Vorrede an seine Liebste

Georg Rodolf Weckherlin

Ich dicht, ich sag, ich sing: ach nein! ich seufz, schrei, klag die lieb, das leid, damit mein junges herz gestritten, verlierend allen trost und hofnung mit dem tag, verwundet durch und durch endlich den tod erlitten.

Kein soldat in der schlacht und grösten niderlag war jemals, als mein herz, zerhacket und zerschnitten, und bittend um quartier kont ich weder vertrag, noch meiner feindin gnad erbeuten noch erbitten.

O greuliche schönheit, die mit ernst oder scherz, nach euerm eignen lust, den seelen widerstrebet, erkennet doch wie groß euer stolz und mein schmerz! O die ihr, wan ihr wolt, den tod, das leben gebet,

verleihet, daß durch euch, weil ja durch euch mein herz getötet, mein gesang hingegen werd belebet.

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Vorrede an seine Liebste · Georg Rodolf Weckherlin · Poetry Cove