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1584–1653

Traum.

Georg Rodolf Weckherlin

Ich sah in meinem schlaff ein bild gleich einem Got Auff einem reichen thron gantz prächtiglich er- haben

In dessen dienst vn schutz zugleich auß lust vn noht Sich die Torrechte leut stehts hauffen weiß begabe. Ich sah wie dieses bild dem wahren Got zu spot Empfieng (zwar niemahl sat) gelübd lob opfer-

gaben; Vnd gab auch wem es wolt das leben vnd de tod Vnd pflage sich mit raach vnd boßheit zuerlaben. Vnd ob der him̃el schon offtmahl des bilds vndanck

Zustrafen seine stern versamlete mit wunder; So war doch des bildes stim noch lauter dan der dunder: Biß endlich als sein stoltz war in de höchsten schwack

Da schlug ein schneller plitz das schöne bild her- vnder Verkehrend seinen pracht in koht würm vnd ge- stanck.

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