Jhr Nymfen diser welt der einig wehrte pracht
Mit deren lieblichkeit die himmel sich erlaben;
Die Götter haben sich schier mangelhafft gemacht
Euch reichlich zu begaben.
Auch ist das lob so groß von der vollkommenheit
Dadurch die Helden jhr der freyheit gern beraubet
Daß es das grobe Volck für eine eytelkeit
Schier haltend vngern glaubet.
Weil aber ich nu sih daß ewer angesicht
Mit so liebreicher brunst das beste hertz versehret
Sprich Ich daß ewer lob mit einigem gedicht
Die warheit nicht vermehret.
Dan ewrer augenschein ist so süß keusch vnd klar
Daß wer sich jmmer Euch zu loben wolt bemühen
Der kan wie weiß er auch mit seiner witz gefahr
Kaum seiner schand entfliehen.
Ich meines theils kam nu weit vber Meer hieher
Euch allen nach gebühr ehr vnd dienst zu erzaigen:
Venus ist fro vor Euch (als jhrer herschung ehr)
Gebührlich sich zu naigen.
Wolan so lasset nu mich Ewrer augen glantz
Vil klarer dan die Sonn inbrünstiglich erquicken!
Nur ein liebreicher blick kan mit dem Lorbör-Krantz
Mich alsobald beglicken.